Arnesano

Arnesano liegt westlich von  Lecce in einer der größeren Ebenen des Salento, die ‚Cupa‘ genannt wird.

Der Name kommt von ‚Arna‘, was soviel wie ‚Höhlung‘ bedeutet, und sich auf die besondere Bauweise des Stadtkerns bezieht.

Arnesano gehörte bis ins XIII Jhdt. zur Grafschaft  Lecce, daraufhin ging es an die Caracciolo, die es bis 1346 beherrschten. König Ferdinando I setzte 1464  Antonio Guidano als Konsul ein.

Nach dessen Tod ging das Amt an seinen Sohn und danach an Mariotto Corso über, 1489.
Die Bozzi-Corso, Nachkommen von Mariotto, blieben bis 1613 die Herren der Stadt, bis die leccesische Familie der Marescallo das gesamte Feudalgebiet von  Arnesano erwarb.

Durch Erbfolge ging es 1693 an die Familie der Prato und schliesslich an die Bernardini.
Der Palazzo Marchesale in Arnesano wurde von den Marescallo im XVII Jhdt. gebaut, 1684 vom neuen Feudalherrn Prato umgebaut und erweitert.

Die Pfarrkirche  Maria SS. Assunta wurde im 16. Jhdt errichtet und war ursprüngllich S. Maria delle Grazie geweiht. Von der Originalstuktur ist heute noch ein Relief an der rechten Kirchenseite vorhanden, das eine Pietà darstellt. Im 17.Jhdt. baute man die Kirche neu auf und gab ihr einen Kreuzgrundriss.

Die Einwohner von Arnesano werden gern mit widersprüchlichen Namen  betitelt: Im deftigen Dialekt der Gegend sind sie entweder ‚Arnui‘, Lämmer aufgrund ihrer nachgiebigen, ruhigen Art, oder aber ganz im Gegeteil  Mozzicasanti‘ soviel wie ‚Schandmaul‘, für Experten in fantasievollen Flüchen.

In Riesci, in derUmgebung von Arnesano, hat man in den 70’er Jahren eine Grabsstätte aus dem späten Neolithikum gefunden  (2400 v.Chr.), mitsamt Grabbeigaben in Form von dre Gefäßen und einer kleinen Götzenfigur aus Stein.

Hiermit wurde bewiesen, dass diese Gegend schon seit sehr langer Zeit vom Menschen besiedelt ist.

 

 

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