Carpignano Salentino

Carpignano Salentino liegt in circa 26 km Entfernung von Lecce, an der antiken Achse, die zwischen den Kaiserreichen  Trajans und Konstantins bestand.

Es erlebte während der Herrschaft der Barone Personè (1574-1604) eine Blütezeit. Der Ort ging danach an Fabrizio Lanario (1604) über, der Duca und daraufhin Principe von Carpignano wurde. Das Fürstentum überdauerte bis zur Zeit von Amatuta de Azevedo und der Ankunft der Duchi Ghezzi (1663), die bis ins 19.Jhdt. die Feudalherren blieben. Es war Sitz der Pretura während des Königreichs Italien.

Carpignano Salentino verfügt noch über den fürstlichen Palazzo Grezzi aus dem 14.Jhdt., der im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut wurde.  Er besteht aus zwei Gebäudeteilen, die durch einen Park mit Freitreppen und Brunnen verbunden sind.

Bei Carpignano, in der Nähe von Catorzo, liegt der größte Taubenschlag des Salento.

Zu Carpignano Salentino gehört auch die Gemeinde Serrano.

 

 

 

Die Pfarrkirche, begonnen im 16. Jhdt. wurde, wurde im Lauf des 18. Jhdt. fertiggestellt. Die barocken Altäre und das charakteristische Baptisterium sind aus dem Jahr 1594 sind sehenswert.

Interessant ist außerdem die Krypta, die Santa Cristina (auch Madonna delle Grazie genannt) geweiht ist.  In das Tuffgestein gegraben, stammt sie aus dem ca. 8.-9. Jhdt. Ein Fresko mit einer Christusdarstellung schmückt sie.

Der Wallfahrtsort Santa Maria della Grotta lilegt nah am Ort. Er wurde am Ende des 16. Jhdt. errichtet, aber bis zur heutigen Zeit oft umgestaltet.

Zeugnisse der frühen Besiedlung der Gegend in der Bronzezeit gibt es auch bei Carpignano. Zwei  Menhire, von denen einer, ‚Grassi‘ gennat, bei Mauriani an der Straße nach Melendugno liegt. Der andere, ‚Staurotomea‘ , ist leider nur in äußerst schlechtem Zustand erhalten.

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