Castrignano dei Greci

Die Anfänge von Castrignano dei Greci sind ungewiss.  Manche behaupten, es sei von Minos gegründet worden, andere Quellen zufolge ist es eine Gründung des Kretischen Feldherren Giapige.
Sicher ist, dass der Ort  in der Nähe eines der zahlreichen römischen Lager (‚castrum‘)  entstanden ist, die die Gegend während des Krieges gegen die Salentiner besetzten.

Zwischen dem IIX und dem X Jhdt. fiel Castrignano unter griechisch-byzanthinische Herrschaft und die Gesetzgebung, Sitten und Sprache wurden dernen der Besatzer angeglichen.
Die Byzanthiner verwandelten den Ort in eine gut befestigte Siedlung, die für lange Zeit zur Verteidigung gegen die Einfälle der Feinde vom Meer und dem Norden her diente.
Das Castello von 266 n. Chr. steht im Ort und ist aus leccesischem Stein gebaut. Ursprünglich entwickelte es sich rund um einen rechteckigen Innenhof.
Die nördliche, glatte Fassade ähnelt der einer Festung mehr als die südliche, die gegen Ende des 16. Jhdts. restauriesrt wurde. Sie zeigt sich, wie  im Stile des Barock üblich, reich verziert. Der Burggraben wurde eingeebnet.

Im Innenhof der Burg befindet sich ein tiefer Schacht, auf dessen Grund scharfe Klingen die Unglücklichen aufspießten, die zm Tode verurteilt hinuntergestoßen wurden.

 

 

Die Pfarrkirche ist der Madonna dell’Annunziata und dem Stadtpatron, dem Hl. Antonius von Padua, geweiht. Sie wurde 1898 errichtet. 
Neben der Kirche erhebt sich der dreistöckige, 42 Meter hohe eindrucksvolle Glockenturm. Die ihn abschließende Kuppel ist mit goldenen Keramikkacheln gedeckt.

Die  Krypta, von der man annimmt, dass sie aus dem VI. Jhdt. n. Chr. stammt, wurde von Basiliusmönchen gebaut. Sie  weihten sie Sant’Onofrio, da sich an derselben Stelle in der Antike ein Menhir befunden hatte, auf dem eine Statue dieses Heiligen gestanden hatte.
In der Umgebung liegt die ‚Zona ‚Pozzelle‘, in der sich zahlreiche Tiefbrunnen befinden, die interessant zu sehen sind.

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