Diso

Diso ist ein kleiner Ort im südlichen Salento, dessen Ortsteil Marittima direkt an der Adria liegt.

Vermutlich stammt Diso aus griechisch-byzanthinischer Epoche. Nach einer Zeit unter der Feudalherrschaft der Altavilla ging es an die Sangiovanni, Bielotto, de Rephis, de Franco, de Bugiaco, Orsini del Balzo, Gattinara, de Castro, de Zunica und schließlich an die Rossi über, die bis 1806 herrschten, als das Feudalwesen abgeschaffft wurde.

Diso war bei den Herrschern von Castro wegen des gesunden Klimas als Feriensitz beliebt und erfuhr dadurch einiges Wachstum. Ausserdem ließen sich hier Flüchtlinge aus Otranto und Castro nieder, die der Zerstörung entkommen waren.

Interessant zu besichtigen ist die Pfarrkirche SS. Filippo und Giacomo, die im XVIII. Jhdt. errichtet wurde, auf den Grundmauern der romanischen Vorkirche. A der Fassade erkennt man in zwei Seitennischen, die beiden Kirchenpatronen.
Der Innenraum in Kreuzgrundriss verfügt über ein Mittelschiff mit drei Bögen, die reich mit Girlanden und Voluten aus Stuck verzierte Altäre beinhalten.

Das Kapuzinerkloster wurde 1629 von De Blasi, erbaut, der auch die anschließende Kirche errichtete. Nach den Restaurationsarbeiten wurde sie  1961 wieder eingeweiht.

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