Gagliano del Capo

Gagliano del Capo liegt 62 km von Lecce entfernt im äußersten Süden der Halbinsel des Salento. Seine Ortsteile sind Arigliano und San Dana.

Es liegt in der Talmulde zwischen den Anhöhen des ‚Monte Tumasi‘ und ‚Monticelli‘.

Der Ortsname kommt aus dem Lateinischen, denn der Legende nach gehörte das Land einem römischen Militär namens Gallo. Der findet sich im Stadtwappen und  kämpft mit einer Schlange.

Der Ort war früher ummauert, aber von der Befestigung bleibt nur die Erinnerung, war der Zufluchtsort der Einwohner von Leuca und den umliegenden Ortschaften, jedes Mal, wenn die Küste wieder von Piraten und Korsaren angegriffen wurde. Als Leuca und Vereto endgültig zerstört wurden – durch die Sarazenen – ließen sich die geflohenen einwohner in Gagliano nieder und trugen zu seinem Wachstum bei.

Im VI. Jhdt. wurde Gagliano von der Griechen eingenommen, und dreihundert Jahre lang blieb es unter ihrer Herrschaft und ihrem Kultureinfluß.

Karl I. d’Anjou verlieh den Ort später als Lehen an Guglielmo Brunella, an die Familie Castriota Scanderbech, und als letzte  ginge es an Laura Guarini, Prinzessin von Cassano.

1806 erlangte der Ort seine Autonomie, da das Lehnswesen abgeschafft wurde.

Der Ort stellt ein besonders suggestives Stadtbild dar, das von den Trockenmauern, den ‚paiare‘, knorzigen, uralten Olivenbäumen und dem Meer mit seiner Felsenküste gestaltet wird.

Wenn man die Küstenstraße Richtung Leuca weiterfährt, kommt man an den Kanal Ciolo (im Dialekt=Corvo, der Rabe), der sich in einem einsamen, romantischen Weg in den Ort begibt.

 

Um die Kirche herum liegt ein antikes Gräberfeld. Hier steht auch die Colonna Immacolata, (Säule der Immacolata), die 1825 von der gleichnamigen Brüderschaft aufgestellt wurde.

 

 

Die Pfarrkirche wurde zwischen 1574 und 1608, errichtet, und das große Fenster an der Fassade stammt aus dem 16. Jhdt.

Sowohl die Uhr als auch der Glockenturm gehen auf das XIX. Jhdt. zurück. Der Innenraum ist durch das Tonnengewölbe und neun Altäre charakterisiert, darunter die des Carmine, der Anime Sante und des San Rocco.
Man findet auch einige Ölgemälde vor, darunter eine Schlacht von Lepanto, die Heiligen Seelen von Oronzo Tiso, eine Jungfrau vom Berg Karmel von Paolo Lillo.

Die Kirche wurde mehrfach als Grabstätte gebraucht, unter dem Fußboden befinden sich sechzehn Gräber aus der Zeit zwischen  1616 und 1856.

Die Chiesa dell’Immacolata hingegen stammt von 1860 und erhebt sich auf den antiken Ruinen einer Kapelle Sant’Angelo. Das Fußbodenmosaik verdient besondere Aufmerksamkeit, ebenso die Skulptur der Jungfrau und die Orgel.

Um die Kirche herum liegt ein antikes Gräberfeld. Hier steht auch die Colonna Immacolata, (Säule der Immacolata), die 1825 von der gleichnamigen Brüderschaft aufgestellt wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *