Giuggianello

Giuggianello ist einer der kleinsten Orte des Salento, und liegt in 36 km Enrfernung von Lecce und 14 km von Otranto, von Gallipoli 41 km.

Der Ortsname kommt, einigen Historikern zufolge, von dem ausgedehnten Wald von ‚giuggioli‘, einer Baumart, die die Gegend vor ihrer Besiedlung bedeckte. Andere schreiben ihn dem römischen Zenturio Giugianus zu, der sich hier nach der Eroberung durch die Römer niedergelassen haben soll.

Giuggianello wurde von Flüchtlingen aus Muro Leccese, gegründet, welches von den Sarazenen im Jahr 924 zerstört worden war.

Nachdem der Ort 1192 durch den Normannen Tancredi in den Machtbereich Lecce eingegliedert worden war, wurde er nacheinander zum Lehen der Lubelli, Martino, Basurto, Guarini und Veris.

Der Ortskern liegt in einem Tal auf 79 m ü. d. M., in einem ebenen Gebiet, das nach Osten in der sog. ‚ Serra‘ leicht abfällt.

Die Sehenswürdigkeiten in  Giuggianello sind: Die  Massi della Vecchia, eine Felsformation aus kompaktem Kalkstein, um die seit der Antike verschiedene Mythen um Herkules und die Riesen ranken, wie  Aristoteles in ‚ De Mirabilis Auscultationibus‘ berichtet.

Der Volksmund hat ihnen einige bizarre Namen gegegen:  ‚Lu Lettu de la Vecchia‘ (‚Das Bett der Alten‘) und ‚ Masso oscillante d’Ercole‘ (‚Schwankender Fels des Herkules‘).
Der Dolmen ‚Stabile‘ oder ‚Quattromacine‘, stammt aus der zweiten Hälfte des II. Jahrtausends v. Chr. und befindet sich in der Nähe des gleichnamigen Gehöftes. Hier wurden  1992 die Reste eines mittlealterlichen Dorfes entdeckt.

Dieser Dolmen ist eines der schönsten und am besten erhaltenen Exemplare im ganzen Salento.
Der Menhir ‚ Polisano‘ wurde erst vor kurzem wiederentdeckt und auch ‚Croce Caduta‘ kennt man erst wieder seit 1979.

Giuggianello ist von großem Interesse, was seine Vegetation angeht, die aus der typischen Macchia Mediterranea besteht. Sie kommt so nur auf der italienischen Halbinsel vor und setzt sich aus Dickichten aus ‚Quercia Spinosa‘ (oder Coccifera) und ‚Roverella‘ zusammen. Dieser Wald erstreckt sich über die Serra von Nordosten bis Südwesten bis zum Gebiet von Poggiardo.

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