Sternatia

Sternatia liegt 16,5 km von Lecce entfernt. Die Gemeinde befindet sich inmitten der Halbinsel des Salento, zwischen zwei Bergketten, die sich im Westen, Richtung Soleto, und im Osten, in  Richtung der Strada Statale Nr. 16 Lecce – Maglie erstrecken.

Sternatia gehört zur griechisch-salentinischen Zone und hat unter seiner Bevölkerung einen hohen Anteil an Einwohnern, die das Griko, den antiken hellenischen Dialekt, sprechen, der nur noch in wenigen salentinischen Ortne verwendet wird.

Die Bedeutung von ‚Sternatia‘ kommt vom griechischen ‚Sterna‘ (Zisterne, Tiefbrunnen) und ‚Thia‘ (heilig). In der Gegend gab es wohl Heiligtümer in Form von Brunnen, an denen religiöse Riten stattfanden.

Wahrscheinlich gehen die Ursprünge des Ortes in das IX.-X. Jhdt. v. Chr. zurück. In dieser Zeit trifft man im Salento eine konstante Immigration von ehemaligen Bewohnern Griechenlands und aus dem Orient an.

1100, während der Normannenzeit, war Sternatia eine Einsiedelei und auch noch unter den Sueben, 1256. Mit den d’Anjou wuchs es und wurde  1334 mit einer festen Stadtmauer umgeben.

In diesem historischen Abschnitt überkreuzen sich die Geschicke des Ortes mit denen der Grafschaft von Soleto. Von der Burg von Sternatia, welche Sitz der Truppen von Aragona waren, geht das Kommando von Giulio Antonio Acquaviva. Der schickt sie zur Befreiung von Otranto, das seit 1480 von den Türken belagert wird.

 Palazzo Granafei wurde an der Stelle des Kastells 1750 errichtet und im XIX. Jhdt. umgebaut. Auf der Piazza davor existieren noch unterirdische Silos zur Getreideaufbewahrung aus der Antike.

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