Taurisano

Taurisano ist eine Kleinstadt in der Provinz  Lecce; sie liegt ca. 50 km davon entfernt in den ‚Murge Salentine‘.

Das Stadtwappen zeigt einen mächtigen Stier, der angriffslustig den Schweif schwingt. Der Ort soll in der römichen Antike tatsächlich ein Zentrum der Stierzucht gewesen sein.

Der Ortsname kommt vielleicht vom römischen Centurio Taurisianus, der die Siedlung als Anerkennung für seinen Mut in einer Schlacht erhielt.

Im XII. Jhdt. ging das Lehen durch Tancredi D’Altavilla, 1191, an Filiberto Monteroni über, der sein erster Lehnsherr wurde. Zu Beginn des XIII. Jhdts. wurden die Normannen von den Sueben abgelöst. Friedrich II. schenkte das Fürstentum von Taranto, zu dem auch Taurisano gehörte, seinem Sohn Manfredi.

Dieser verfeindete sich mit Papst Innocenz IV., der nach dem Tod Friedrichs II. Karl von Anjou bei seinem Feldzug in Süditalien unterstützte.
Manfredi wurde besiegt, und Taurisano ging an den Baron Hugo De Taurisano, der aus Frankreich kam.

Ihm folgten seine Schwester Adelasia nach, die das Lehen 1444, in der Zeit der Aragoner, an die Monteroni verkaufte. Deren letzter Erbe, Francesco, starb 1536. Der Ort ging nun an Karl V. der es den Gattinara schenkte.

Antonio Gattinara verkaufte ihn an Giovan Battista Saraceno, Baron von Andrano, mit der Auflage, die Siedlung wiedererwerben zu können. In der Tat kaufte sein Sohn Mercurio Taurisano 1550 zurück. 1578 ging er an die Ruiz De Castro, 1663 an Bartolomeo Lopez y Royo. Diese letzte Familie behielt ihren Machtbereich bis zur Abschaffung des Feudalwesens in Italien, 1806.

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