Veglie

Veglie ist ein landwirtschaftliches und industrielles Zentrum im südlichen Salento, 18 km von Lecce entfernt. Der Name des Ortes soll aus dem Griechisch-Byzanthinischenen kommen, von ‚Elos‘, das soviel wie ‚Sumpf‘ bedeutet.

Im X. Jhdt. hatte Veglie seine Blütezeit, nachdem es von den Sarazenen zerstört worden war. Der byzanthinische Kaiser Niceforo Foca brachte griechische Siedlerhierher, die sich mit den Flüchtlingen der nahegelegen Ortschaften Santa Venia und Bucidina zusammentaten.

Im Mittelalter ist die Siedlung an den Nachbarort Copertino angeschlossen. Tancredi D’Altavilla war gerade König von Sizilien und Apulien geworden und übergab dieses Lehen an Spinello Delli Falconi (1190).  Manfredi erbte das Fürstentum Taranto und damit auch Copertino.

l 1266 wird die Grafschaft Copertino um Veglie, Leverano und Galatone erweitert, welches Besitztümer Karls I. von Anjou sind. Der verschenkt sie1268 an Gualtieri di Brienne, um sich seiner Freundschaft zu versichern.

1356 stirbt der, und Veglie gerät unter französiche Hoheit bis 1463. 1419 tritt eine belgische Familie auf den Plan, die D’Enghien, die 1425 den Ort der Tochter Caterina Del Balzo, Braut von Tristano di Chiaromonte, übergeben. Dazu gehört auch  San Vito degli Schiavoni, das heutige San Vito dei Normanni.

1557 wird Veglie an eine reiche Händlerfamilie aus Genua verkauft, die Squarciafico, die in der Zwischenzeit Grafen von Copertino geworden sind.

In den weiteren Jahrhunderten wird der Ort durch Erbfolge nacheinander von den Pinelli und den Pignatelli verwaltet, bis er 1860 mit der Einigung Italiens dem Land zukommt.

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