Kathedrale

Die Kathedrale von Gallipoli ist S. Agata geweiht und wurde ab 1629 erbaut. Sie erhebt sich majestätisch im Zentrum der Stadt und ist von zahlreichen herrschaftlichen Palästen umgeben.
Sie ist das Paradebeispiel für barocke Architektur in Gallipoli.

Die einstige Kirche, die sich an derselben Stelle einige Jahrhunderte vorher befand, war zuerst San Giovanni Crisostomo und ab 1126, S. Agata, die dann zerstört wurde. Die heutige Fassade besteht aus gelblichem Kalkstein und wird von verschiedenen Statuen verziert. u.a.  Sant‘ Agata, San Fausto und San Sebastiano, Santa Marina, Santa Teresa d‘ Avila.

Der Innenraum mit Kreuzgrundriss ist dreischiffig und wird von zwei Reihen dorischer Säulen aus Kalkstein unterteilt. Der Hochaltar wurde aus mehrfarbigem Marmor gefertigt und ist ein Werk von Giorgio Aver. In den beiden Seiteschiffen liegen zwölf kleinere Altäre.

Der Bau der Kirche wurde durch eine großzügige Spende des Arztes Giacomo Lazzari ermöglicht. Die Bauherren waren Francesco Bischettimi und Scipione Lachibari, nach Entwürfen von Giovan Bernardino Genuino. 

Die Innendekorationen stammen vom aus Gallipoli stammenden Maler Giovanni Andrea Coppola, der die Seitenaltäre mit Darstellungen der Seelen im Fegfeuer, der Himmelfahrt, des Martyriums der Hl. Agata, S. Giorgio, der Anbetung der Könige, und des Wunders des S. Francesco von Paola versehen hat. Außerdem gibt es Bilder der Jungfrau mit Kind, sowie Johannes des Täufers und des Apostels  Andreas.

Die Malereien wurden 1700 vom neapodalitanischen Maler Nicola Malinconico vollendet. Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, der Einzug in Jerusalem, das Grab der Hl. Agata, die Heilige, die den Ausbruch des Ätna verhindert, S. Agata, die im Gefängnis von S. Pietro besucht wird, der Prozess der Heiligen unter Quinziano und das Wunder des Gelähmten gehören zu seinen Arbeiten. Man findet in der Kathedrale einige Reliquien von Heiligen, die, wie die von S. Fausto, in großen Vetrinen ausgestellt sind..
Es fehlt die wichtigste, nämlich die Brust der heiligen Agata, die von Raimondello Orsini Del Balzo in die von ihm errichtete Basilka di S. Caterina d’Alessandria in Galatina verlegt wurde, wo sie sich immer noch befindet.

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