Basilika

Der Bau der Kirche wurde 1353 begonnen, aber der Förderer der Arbeiten, Gualtiero VI di Brienne starb drei Jahre später.

Das hatte zur Folge, dass die Bauarbeiten erst 1549, dank der Architekten Gabriele Riccardi, Giuseppe Zimbalo und Cesare Penna aus Lecce wieder aufgenommen wurden.
Man schloss die Arbeiten 150 Jahre später ab. Die außerordentliche Fassade im Stil des 16. Jhdts. im unteren, des 17. im oberen Teil, zusammen mit dem angrenzenden Kloster der Celestiner, ist eines der grandiosesten Beispiele barocker Baukunst in Apulien.

Die Reihe von sechs glatten Säulen des untersten Geschooses mit ihren Verzierungen aus Statuen und Rosetten, stammt aus dem Jahr 1582 von Gabriele Riccardi. Das Hauptportal von 1606, ein Werk Francesco Antonio Zimbalos, wird von zwei Paaren korinthischer Säulen eingerahmt und ist mit dem Wappen Philipps II. von Spanien gekrönt. Links und rechts befinden sich die von  Maria d’Enghien und Gualtiero VI di Brienne, Herzog von Athen, an den Seitenportalen die Wappen der Celestiner und des Kreuzordens.

Eine Reihe von Kariathiden, Frauengestalten, die in der klassischen Architektur verwendet wurden, trägt die Balustrade, die mit dreizehn Engeln geschmückt ist, die die Symbole der weltlichen und kirchlichen Macht umgeben. Das große Rundfenster, das in der italienischen Architektur keinen Vergleich scheut, erleuchtet den Mittleteil des Prospekts. Es ist seitlich von den Nischen der Heiligen Benedettino und Celestino durch zwei korinthischen Säulen abgegrenzt.

Seitlich schließen zwei Statuen, die Glauben und Barmherzigkeit symbolisieren, das zweite Geschoss. An der Fassade kann man fantastischsten Dekorationen erkennen, wobei die Darstellungen von  Flammen und Löwen, als Glaubenssymbol, bis zu Pelikanen und Granatäpfeln, Symbol der Leidenschaft, reichen.
Die kalssischen Symbole wie Tiere, Zwitterwesen, Blumenmotive und Girlanden dekorieren die Architrave und Kapitelle und begleiten christliche Symbole wie Engel, kirchliche Wahrzeichen und Sphären mit Kreuz.

Der Innenraum der Kirche ist in fünf Schiffe geteilt, von denen zwei die Kapellen aus dem 16. Jhdt enthalten.  Siebzehn Altäre befinden sich darin,  mit Gemälden, die von rechts die folgenden Darstellungen zeigen: S. Antonio mit der Erscheinung des Jesuskindes, ein Fresko aus dem 16. Jhdt. mit der Madonna von Konstantinopel, eine Geburt Jesu, den Erzengel Michael, S. Filippo Neri und S. Antonio von Padua, S. Oronzo, ein Panorama der Stadt Lecce. Bei letzterem handelt es sich um ein Ex-Voto von 1743, das nach dem Erdbeben geschaffen wurde, das das gesamte Salento mit Ausnahme der Stadt schwer traf. Eine Darstellung des Herz Jesu und ein Holzkreuz auf dem Schädelberg, ein Gemälde auf Holzgrund, vervollständigen die Sammlung.

Der Hochaltar wird vom Wappen der Familie Adorni überragt, die in der Basilika ihre Grabstätte hat. Links befindet sich das Grab von Mauro Leopardo, Abt des Klosters der Celestiner. Weitere sehenswerte Werke in der Kirche sind die Jungfrau mit Kind, der Besuch Marias bei Elisabeth, und S. Francesco von Paola, ein Meisterwerk der Reliefbildhauerei von Francesco Antonio Zimbalo, der 1614, in zwölf Medaillons um den Altar herum die Lebesgeschichte des Heiligen darstellte. Einige Teile davon sind mutwilliger Zerstörung zum Opfer gefallen.

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