Geschichte

Grabfunde mit beigaben aus dem V. und IV. Jhdt. v. Chr., sowie Flachreliefs aus dem IV. Jhdt.und einige Teile der Stadtmauer lassen darauf schließen, dass die Gründung der Stadt in dieser Zeit stattgefunden hat.

Während der Herrschaft Kaiser Adrians wurde die Stadt Lupiae genannt – der Wolf befindet sich noch immer m Wappen – und beginnt, sich zu entwickeln. Unter Marc Aurel blühen die Wirtschaft und das Bauwesen in der Stadt auf. Mit dem Niedergang Roms geht auch Lecces Glanzzeit zu Ende und kehrt erst wieder mit der Ankunft der Normannen zurück.

Roberto il Guiscardo gründet die Grafschaft Lecce, die im Mittelalter Zentrum des Rittertums wird.
Man baut die Kathedrale neu auf, und es entstehen zwei bedeutende Klöster, das S. Giovanni Evangelista und das SS Niccolò und Cataldo.

Den Normannen folgen die Sueben, die Anjou,  Brienne und die Del Balzo Orsini. Mit Karl V. beginnt ein neues Zeitalter, die Renaissance des Salento. Dank der Architekten Gian Giacomo d’Acaja und Gabriele Riccardi werden neue geradlinige Straßenzüge, wie der, der S. Croce, das Kloster der Celestiner und Palazzo Adorno verbindet, gebaut. Man errichtet die Stadtmauern, das Kastell, den Triumphbogen für Karl V, das Krankenhaus Spirito Santo.

Lecce bestätigt sich in der Zeit der spanischen Herrschaft als Zentrum für Kunst und Kultur und erweitert seinen Schatz an Bauten, wie Kirchen und Plätze. Es entstehen die Kirche S. Croce, der Palazzo del Seggio, S. Irene und S. Maria della Grazia e del Gesù.

Im 17. Jhdt.erhalten die Bischöfe die Macht über die Stadt und lassen die kirchlichen Gebäude kontinuierlich renovieren und erweitern. Piazza del Duomo und Piazza del Mercato werden umgebaut und letztere mit der Statue des Hl. Oronzo auf der römischen Säule geschmückt, weiter Kirchen werden neu gebaut.

Im 18. Jhdt. dominiert weiterhin der barocke Stil. 1734, nach einer kurzen Epoche habsburgischer Herrschaft und infolge einer Rivolte gegen die Bourbonen und die Drohung einer spanischen Restauration, übernimmt der Adel das Kommando. Im 19. Jhdt. geht die bauliche Aktivität unter Napoleon weiter, und man reisst Stadtmauern nieder, um neue Wohnviertel zu schaffen, die im neoklassischen, neogotischen und neomoresken Stil gehalten sind.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *