Geschichte

Salento ist die östlichste Gegend Italiens, ein Grenzgebiet, das sich wie eine Terrasse in die beiden Meere hinauslehnt. Seine Geschichte ist mit der des Orients verknüpft, beginnend bei der Legende, die die Gründung Lecces den Kretern zuschreibt. Das Mittelmeer sorgte für den Austausch der Kulturen. In der Bronzezeit war diese Region von indoeuropäischen Völkern besiedelt, die die Dolmen und Menhire als Zeugnisse ihrer Anwesenheit hinterterlassen haben, die man heute noch besichtigen kann.

Die ersten Bewohner der Region waren die Messapen  im 5. Jhdt v. Chr. Sie waren Bauern und züchteten Pferde, ausserdem gute Töpfer. Sie machten den Anfang im Bau von Städten mit beeindrunckenden Mauern. Schon im 8. Jhdt v. Chr. besiedelten allerdings die Griechen die Küste. Gallipoli, Otranto, Taranto sollten die Stützpunkte der Magna Grecia werden, angesehenere Orte als die der ursprünglichen Siedler. Der griechische Einfluss ist heute noch in der Sprache präsent. In der Grecìa Salentina,in der Provinz von Lecce,  im Südosten der Halbinsel des Salento, wird noch Griechisch gesprochen. Die Ursprünge sind antik. Manche sehen sie in byzantinischer Zeit. Die linguitsch-ethnische Minderheit lebt in neun Ortschaften:: Calimera, Castrignano dei Greci, Corigliano d’Otranto, Martano, Martignano, Melpignano, Soleto, Sternatia und Zollino. Nach dem Krieg von Taranto wurde die ganze Gegend römische Provinz.

Die Römer, die das Salento eroberten, entdeckten hier Skulptur und Malerei, und fanden Gefallen an der Dichtkunst. Einer der berühmtesten römischen Dichter, Quinto Ennio, wurde in Messapica Rudiae, einem Ort vor den Toren von Lecce, geboren, von dem heute noch Reste vorhanden sind. Die Römer nutzten die Region strategisch und bauten das Strassennetz aus, indem sie Brindisi zum Ziel der Via Appia und der Via Traiana machten. Ausserdem wurden Häfen wie San Cataldo und Roca gebaut. nach dem Niedergang des Weströmischen Reiches, war das Salento von Byzanthinern und Normannen beherrscht, die die Gegend mit Friedrich erneut in den Mittelpunkt rückten. Der erneute Niedergang kam mit de d’Anjou, den Aragonern und dem spanischen Vizekönig, die dem Lnad neue Opfer abverlangten. Es folgte eine Epoche von Plünderungen und Zerstörung.  Bis zur Invasion von Seiten der Goten, Longobarden und Byzanthiner war der Austausch mit dem Balkan sehr rege.  Vor allem der jahrhundeertelange  Einfluss Byzanz‘ lässt sich auf dem Gebiet der Religion und des Kultes nachvollziehen. Erst waren es einzelne politische oder religiös Verfolgte, die hier Zuflucht suchten, aber nach und nach wurde die Region von Mönchen besucht, die hauptsächlich dem Orden des heiligen Basilius angehörten. Sie errichteten primitive Klöster, in denen die Bewohner ihr Leben dem Gebet und der Feldarbeit widmeten..

Die Invasion der Türken ist ein weiteres dramatisches Kapitel in der Geschichte. 1480 wurde Otranto belagert und schliesslich geplündert. Dabei wurden 800 Einwohner umgebracht, als Strafe für den langen Widerstand. Dieses Ereignis brachte die Bewohner der Gegend unter den Spaniern und Karl dem V.,  im 15.Jhdt., dazu, die entlang den Küsten verstreuten Wachtürme zu errichten, die die Region kannzeichnen. In dieser Epoche wurde aus Lecce eine der blühendsten Städte des Salento, von der sich Adlige wie Wissenschaftler wie Künstler angezogen fühlten, die zur Entwicklung des Lecceser Barock beitrugen.

Der wirtschaftliche Aufschwung beginnt langsam seit dem Ende des letzten Weltkrieges und dank der Willenskraft und der Widerstandsfähigkeit der Einwohner.

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